Jürgen Lodemann
Schriftsteller, Filmemacher

Jürgen Lodemann - persönlich?














In Düsseldorfs Heine-Institut


"Gruß aus der Kanonenstadt". Krupp-Reklame 1914, Start der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts"? Geburtsort "Essen", oft krank, oft Glück. Jedenfalls oft Grund, zu bedenken, in welche Welt, welches Menschenbild man da geriet - nur in pur Geldgier?

 



Oben zwei Krupp-Flugblätter aus Weltkrieg I. Bücher- und Filmemacher Lodemann kam zur Welt am 28.3.1936 als dritter Sohn (der "Solljunge") in Essen in einer "Krupp-Klinik".  Essen, eine sehr alte Stadt, war 1936 Europas Europas größte Stahlstadt und  größte Bergbaustadt. Die Mutter war Krankenschwester, der Vater, könnte man sagen, war Bauernsohn, der, statt Bauer zu werden, die Zukunft studierte, Elektrotechnik. Seine Söhne machten in Essen Abitur am naturwissenschaftlichen Helmholtz-Gymnasium, der Jüngste 1956. Der Vater, seit 1925 Dipl-Ing bei der Allgemeinen Elekrizitäts-Gesellschaft AEG, hoffte, auch seine Söhne würden Vernünftiges studieren. Der Jüngste studierte in Freiburg Literaturwissenschaft und Altgermanistik, dann immerhin "Erdkunde", naturwissenschaftlich, Metereologie, Geologie und mit Lust Geomorphologie. Und promovierte 1962 über Lortzing und seine Spielopern. Deutsche Bürgerlichkeit. Bestand das Rigorosum in neuer wie alter Germanistik und in "Erdkunde" (Geophysik), 1963 in diesen Fächern auch das "Staatsexamen für das höhere Lehramt" in den Fächern Deutsch und Geographie.

1963/64 Zeitungsvolontär ("Welt", "Welt am Sonntag", "Welt der Literatur") in Essen, Hamburg und Berlin. Von 1965 bis 1995 Redakteur und alsbald Filmemacher im Südwestfunk in Baden-Baden, die Wohnung in den umliegenden Weindörfern. Dokumentarfilme über das Ruhrgebiet (siehe Rubrik "Filme"), ab 3.Januar 1972 Moderation, Produktion und Redaktion der Fernsehreihe Literaturmagazin, ab 1983 Café Größenwahn. Seit 1975 in jedem  Monat mit der frei erfundenen Anti-Bestsellerliste Bücher-Bestenliste des SWF (heute SWR): statt aller Umsatzlisten eine Qualitätsliste mit vielköpfiger Jury, mit möglichst hundert beruflich Lesenden. Die Zahl 100 scheiterte am kleinsten Etat der Sender, dem der "Kultur". Immerhin wirkt die Liste noch heute, immerhin mit je 35 Juroren. - Früh Mitarbeit bei ZEIT, FR, FAZ, WAZ, TAZ. Dann auch zu den Dokumentarfilem auch eigene Romane, Essays, Theatertexte .

Literarischer Start in "Ruhrsprache", bei Diogenes in Zürich, beim UrSchweizer Verleger Daniel Keel, Lektor war Gerd Haffmans: "Anita Drögemöller und Die Ruhe an der Ruhr". Danach die Irlandgeschichte "Lynch und Das Glück im Mittelalter", das englisch-irisches Kooperationswunder in der Atlantikstadt Galway, im Finale der früheste Fall Lynch. Weiter bei Diogenes "Phantastisches Plastikland" (USA-Reise "im rollenden Familienhaus"), dann "Im Deutschen Urwald" und 1985 "Essen Viehofer Platz".   "Der Solljunge" als "autobiographischer Roman" (siehe "Bücher").

1980 in Bochum das Bühnenspiel AHNSBERCH, gleichfalls in Ruhrsprache. Bei Thienemann in Stuttgart die Jugendbücher "Jahrtausendflug" (erstmals zum Mars) und "Siegfried" (ins Hochmittelalter). Bei Steidl in Göttingen "Muttermord" und "Lortzing" (780 Seiten über den Musikantischnr Kommödianten und 1848er). Im neuen Jahrtausend bei Klett-Cotta (sofort auch bei bei dtv): "Siegfried und Krimhild. Die Nibelungenchronik". Bei Asso in Oberhausen "Nora. Und die Gewalt- und Liebessachen". Bei Klöpfer&Meyer in Tübingen der Freiburg-Roman "Salamander". Bei Klartext "Paradies, irisch", der präzisierte Irland- und Lynch-Roman. Aktuell die Novelle "Fessenheim". Dann die öffentlichen Reden zum Beispiel gegen S 21 in Stuttgarts Großem Rathaussaal: "Gegen Drachen". Die Zukunftsreportage "MARS AN ERDE. Beschreibung eines Planeten" bei Klöpfer,Narr wurde erneuert als "VORHANDEN. Reportage von Roten Planeten" (Siehe "Bücher", "Texte-Chronik").  

Mitglied des PEN-Zentrums, 1983/84 Bernt Engelmanns Vize im Vorstand des deutschen Schriftstellerverbandes, Vorsitzender des Landesverbandes Baden-Württemberg,  dort dann "Ehrenvorsitz" zusammen mit Walter Jens. Lehraufträge an Universitäten Stuttgart, Frankfurt, Marburg, Freiburg und 2004 in Florida.

1978 Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. 1987 Essener Dramatikerpreis. 1988 Literaturpreis Ruhrgebiet. Für "Siegfried und Krimhild" 2002 Phantastikpreis der Stadt Wetzlar und - als letzter Preisträger - Literaturpreis der Landeshauptstadt Stuttgart. 2002,  sieben Jahre nach der Verrentung, rückte die "Nibelungenchronik" zweimal auf Platz 1 der Anti-Bestsellerliste "Bestenliste des SWR". 2004 "poet in residence" an der Univ. Gainsville/Florida. 2005 „Professor des Landes Nordrhein-Westfalen“ durch das Kulturministerium in Düsseldorf "in Anerkennung seines Engagements für die Kultur des Ruhrgebiets". 2008 poet in residence an der Universität Essen/Duisburg. 2009 "writer in residence" an Irlands Staats-Universität Galway.


Warum heißt die Stadt Essen Essen?

Weil schon oder noch im Schwedischen die Eschen "Essen" heißen und weil das Ruhrrevier vor tausend und mehr Jahren den imposanten Waldbestand hatte, den die Großstädte Bochum (BuchenHeim) und Essen (Eschen-Ort) in ihren südlichen Teilen noch heute bieten. Sagt Lodemann, aufgewachsen im Essener Stadtwald, in der Drosselstraße, die vom verlängernden "Drosselanger" (von der "Heimliche Liebe") einen Blick liefert hinab auf die üppig umwaldete "Villa Hügel", was sein autobiographischer Roman "Der Solljunge" detailliert mitteilt, und fast alle Romane.

Ausgiebig wird in bisher jeder alten und authentischen Siegfried-Quelle oder Nibelungen-Version mitgeteilt, dass die weisen Frauen ("Meerfrauen" heißen sie im Epos, locken in die Donau), dass diese geheimnisvollen Superfrauen der Nibelungensage alt- oder mittelhochdeutsch die "Idisi" sind, etwa in den "Merseburger Zaubersprüchen": "Idisi heri lezidun" - "kluge Frauen stoppten das Heer", das heißt: sie blockierten das Militär. Und dass tut dann auch einer, der in Xanten aufwuchs und wohnte, und der diese Idisi (später hießen sie "Hexen") am ehesten erreicht haben würde in der Nähe von Eschen, ergo am besten in Asnidhe - (lateinisch asnithi) - im "Eschen-Ort" Essen. Die Esche hatte halt mythischen Rang, nicht erst wegen der Welten-Esche YGGDRASIL.

Essen, im Altdeutschen und noch zur Zeit Karls des Großen Asnidhe, wird übers Lateinische assinthi zu Assint und  in den städtischen Chroniken dann zu Essend. Noch im 16. Jahrhundert heißen da Flugblätter "Essendische Nachrichten". Essen blieb dann tausend Jahre lang mit einem Adelsstift für fromme Jungfrauen deutschlandweit wichtig und hütet deswegen noch jetzt einen riesigem Domschatz beim Bischofs-Münster, das so alt und so romanisch ist wie der Aachener Dom. Und Essen im Industrie-Zeitalter? In Lodemanns Geburtsjahr 1936 ist es Europas größter Bergbau-Ort und zugleich, unter Krupp, Europas größte Stahlstadt. Sie ist Jahrhunderte älter als etwa Freiburg - wie alle großen Städte im Ruhrgebiet, wie Duisburg, Bochum und Dortmund. Hier die Westseite des Essener Münsters:










Wohnorte waren: In Nazizit und Krieg Essen, auch am Ostrand des Ruhrreviers in Ahlen in Westfalen, dann in Celle und in Stedden an der Aller. Und viele Krankenhäuser. Und dann, in den 30 Arbeitsjahren beim Sender Weindörfer südlich Baden-Baden. Danach Karlsruhe, wo für die Kinder in der Waldstadt eine Waldorfschule zu gründen war. Nach 1995 zehn Jahre Wohnung in Irlands Atlantikstadt Galway.

Als Rentner sieben Jahre in Horben oberhalb Freiburg, unter Freiburgs Hausberg "Schauinsland". Seit 2005 Wohnung im Freiburger "Vorbildviertel" "Vauban", im Stadtteil mit den wenigsten Autos und den meisten Kindern, Näheres  im Freiburg-Roman "Salamander" oder hier weiter unten im Text über dem alten Bild mit der jungen Mutter und den Brüdern in einer Essener Wanne.


1932. Die schöne Mutter im Essener Stadtwald-Viertel, mit den älteren Brüdern. J

Jürgen kam erst 1936 zur Welt, als "Solljunge".


Als Friedel Siegmann war sie Rotkreuz-Schwester gewesen in der Bochumer Klinik für Bergleute. Auf einer Bahnfahrt  nach Berlin 1925 saß er ihr gegenüber, "der Studierte", Friedrich Lodemann. In Berlin sprang der auf, hob ihr den Koffer aus dem Gepäcknetz, der Griff riss. "Das geht auch gut ohne", habe der gesagt. Hätte sich ihren Koffer unter den Arm geklemmt. Nannten sich ab dann beide "Friedel".


Eine Wohnung behielt ich immer auch in der Zwölf-Großstädtestadt-Ruhr. Noch zuletzt bei Freunden in Essen-Steele, deren vormaliges "Herrenhaus" inzwischen stark alterte - unter einer enormen Esche. Die zogen dann dorthin, wo meine Grund- oder "Volksschule" stand.

In NRW per Briefpost oder Mail seit 2017 erreichbar über das Heine-Institut, Bilker Straße 12-14, 40213 Düsseldorf, 0211-8995564, dort vor allem über den kundigen Martin Willems.




Vater Friedrich, 1925





1937



 















 1939 - Schwert-"Leithe" für den Dreijährigen? Die Brüder, inzwischen 13 und 11 .






Hinter Essens höchstem Punkt, hinter der "Heimlichen Liebe", unterwegs zur "Schwarzen Lene". Der Bruder ist 15 geworden, ich 5.

1941 viele weiße Figuren, Mutter mit weißem Hut, davor, zwischen den rechten Geschwistern, ich. Und höre noch jetzt die Mutter der Zwilinge reden, wie sie "meine Polin" lobt: "Die bleibt immer vergnügt, auch wenn Bomben-Angriff ist. Keine Angst, Frau ... mir tun die ja nichts."




1942 im Essener Stadtwaldviertel in der oberen Drosselstraße, im Mai, und der Vater sagt, ich soll mich unter den blühenden Baum stellen.  Als das Foto fertig ist, grüßt er einen älteren Passanten mit "Heil Hitler". Der alte Mann grüßt zurück mit "Grüß Gott". Auf dem Weg hinauf zur "Heimlichen Liebe" (von wo die Waldberge des Essener Ruhrtals zu sehen sind und mitten darin, tief unten zwischen großen Bäumen, Krupps Villa Hügel), unterwegs also hab ich ihn gefragt, warum der alte Mann mit "Grüß Gott" geantwortet hat. "Er weiß es nicht besser." Höre ihn noch heute.


In einer der nächsten Nächte fallen die ersten Bomben auf die Nachbarhäuser. Wir sitzen in der Drosselstraße im Keller, hören die Explosionen, am nächsten Morgen fotografiert der Vater den "Bombenterror", unten eines seiner Bild. In dem Haus hatten Mädchen gewohnt, mit denen gut zu spielen war. Mir war damals aus dem Radio deutlich in Erinnerung, dass auch "wir Deutschen" Bomben warfen. Auf "Engelland", so würde ich das besingen. Schrieben mir die Brüder in mein Tagebuch.



Im Garten, Drosselstraße 24. Die Brüder sind tags im Helmholtz-Gymnasium in der Stadt, nachts nun oft bei der FLAK, bei  "Flieger-Abwehr-Kanonen". Kurz vor dem "Eingezogen-Werden".


Müssen dann noch 1945 an die "Ostfront".


Ihr "Nesthäkchen" ist für all das noch viel zu jung, wäre so gern "Pimpf" geworden. Spielt hier mit einer Figur aus dem Puppentheater, einem Polizisten.






Und kommt 1943 zur Sicherheit dorthin, wo der Vater bei Celle den Bauernhof seiner Eltern hätte erben können, um Landwirt zu werden - wenn er nicht lieber in Hannover studiert hätte und zwar die Zukunft, Elektrotechnik. Nun lebt bei Celle sein "Solljunge" (erst mit dem dritten Kind beginnt ja "Vermehrung") bei der Sippe seines jüngeren Bruders. Und mit ersten Flüchtlingskindern.  Wenige Kilometer neben Bergen-Belsen. Ahnungslos.








In den zwei ersten Semestern in Freiburg (1956/57) wurde auf Wunsch des Vaters auch der "Solljunge" zum "Fuchs" in einer "Verbindung", in einer "nicht schlagenden",  in einer nur "Farben tragenden" (schwarzrotgold). Dauerte knapp ein Jahr.




Die hatten am Feldberg eine prima Hütte, dorthin lotste er im Sommer 1956 mit Freund Ekkehard (links, studierte Latein, Geschichte) die Eltern (rechts der Vater), mit den Eltern den ägyptischen Bibliothekar und Dichter Abdel Gaffar Mikkawi. Der Vater arbeitete damals an knapp 100 Schreibmaschinenseiten unter dem Titel "Der Große Irrtum", an seinen Nazi-Erinnerungen ("größte Verbrechen", "unvorstellbar", "betrogenes Volk"). Erschienen leider erst 2003 als Buch, 30 Jahre nach seinem Tod (Vorwort Harald Welzer).


In Essen hinterm Sessel der Mutter seit 1939 die Worte "Lerne Schweigen ohne zu platzen".

1972, kurz vor ihrem ersten TV-Auftritt, die übers Südwestfunk-Radio berühmt werdende Elke Heidenreich, die ich in mein TV-"Literaturmagazin" eingeladen hatte  - "Kennen wir uns nicht? aus Essen?" - Hatten jahrelang im selben Gebäude in Essen-Rütentütt "höhere Schulen" besucht, sie vormittags das Gymnasium für Mädchen, ich nachmittags das für Jungen und Naturwissenschaften. In der Woche drauf  Mädchen und Jungen jeweils in den anderen Tageshälften. Im zerbombten Revier fehlten Schulen. Doch wucherte die Ruhrsprache. Elke besprach beim Jürgen zunächst Kinderbücher. Hinreißend.







Ruhr-Sprech entdeckten wir um die Wette, jede(r) auf eigene Weise.





In Kurl bei Dortmund stellte mich einer meiner Brüder vor ein Schild, das einem Bergwerksdirektor galt.  1975 war mein erster Roman erschienen: Erinnerungen in der Zornigen Ameise an Geburt, Leben, Ansichten und Ende der ANITA DRÖGEMÖLLER  - und die Ruhe an der Ruhr.







In Baden-Baden startete ich die  "Anti-Bestsellerliste", die BÜCHER-BESTENLISTE  DES  SWF, propagierte die hier zum Beispiel in Stuttgart in "Hosers Buchhandlung":

Ob mit oder ohne Bart, ob fremde Bücher oder eigene, ob (Nibelungen-)MORD oder 1848, es ging rund im Sendegebiet





1980 "Der Solljunge", Versuch, rauszufinden, wie das gewesen war in "unserer", in der "Nazi-Familie". Der Zürcher Diogenes-Verlag (Gerd Haffmans) nimmt als Titelbild Vaters Foto, geknipst kurz hinter der "Heimlichen Liebe" im Stadtwald. Vor mir die Mutter, rechts der älteste Bruder.




"Der Solljunge"  1980 in Zürichs Diogenes-Verlag




Mai 1941 in der Drosselstraße unterm blühenden Kirschbaum


1997 wählte Verleger Steidl  für sein "Solljungen"-Cover das Foto mit dem Matrosenanzug. Der Vater hatte die verlustreichste aller Seeschlachten überlebt, die Schlacht im Skagerak.











Gern hinab in wüste Türkei. - Oder mit Freunden auf Rädern von Zeche Zollverein in Essen zur Zeche Zollern in Dortmund. Quer von West nach Ost durch die Ruhrstadt, nochmal fast wie Martin Walser (s. FILME).

Radeln und Filmen und das Wohnen entdecken in der "Grünen Kulturhauptstadt" Ruhr 2010














In diesem Tal, so heißt es, an diesem Felsbruch habe einst der Ruhrbergbau begonnen - durch wen wohl, wenn nicht durch den Schmied aus Xanten







 

 








0der aber in Poznan in Polen über "Germanistik" diskutieren. Ja, die IDISI (die Hexen), die liebten sie




Oder ein(e) Dokument(a) in Kassel, als Einzelner alle Anderen stämmen. - Oder aber die Rocky Mountains filmen, von Denver westwärts bis Salt Lake City:







- - - oder den Rhein, vom Rheinfall bis zum Drachenfels.

- - - oder bewundern, was sich in Freiburg im Fenster zeigt, allabendlich und immer wieder anders:





- - - oder nochmal Kopfstand, als die Freundin und ich zusammen 140 Jahre alt werden  und alle wohlwollend staunten auf dem Döblinplatz im Freiburger Stadtteil Vauban (links von diesem Foto standen fast 50 Staunende)








Das war's. Nämlich letzte von mehr als 250 Sendungen im Studio. Letztes "Café Größenwahn". Dichter Otto verstaut seine Stichworte, Elke lässt sich freundlich derangieren. Ich wende mich weg, das war's? Schluss für immer?









Hocke wenig später an der Ostgrenze Österreichs, vor mir und hinter mir Balkan. Ich will in das seit meinen ersten Atlas-Zeiten geliebte Rumänien, da herrscht noch immer Ceaucescu. Schluss mit Führern! Und mit Fernsehstuben, die gegen Machthaber nur um Mitternacht was tun wollen und nicht einmal dann - - -

Vertragsabschluss mit dem Heine-Institut, mit der Leiterin Dr. Sabine Brenner-Wilczek: "Der literarische Vorlass/Nachlass des Schriftstellers, Fimemachers und TV-Redakteurs  Lodemann ist mit Beschluss vom 22.11.1917 ab dem 22.11.2018 vollständig im Besitz und Eigentum des Heinrich-Heine-Instituts der Stadt Düsseldorf." (Bilker Straße 12-14, 40213, Tel. 0211-3451553, z.B. Martin Willems).


My new Project - a big Cinema Movie:


L Y N C H   or   P A R A D I S E   L O S T


The Galway-Story – a story of a Capital of love and early capitalism


Nearly 80 Lord Mayors of the remarkable Irish Atlantic town of Galway in medieval times were named LYNCH. This English tribe LYNCH was the most important of 14 other English tribes, once sent to Galway to stop problems in Ireland with Irish temperaments. The Lynchs succeeded, in a memorable way. Lynchs changed the “Celtic” old small fishing village into a prosperous Atlantic harbour of wellness and peace, making more and more maritime trade with Spain. Christophorus Columbus, before starting his discoveries in the West, was a Galway visitor, studying Galway’s Atlantic ships and all experiences and knowledges of sailing in western directions. Like Columbus also the Lynchs created a new world in the Lynch’s way– as an urban civilisation, early democratic, liberal and peaceful.

But Lynchs wonder-world  about 1600 ended in a dramatic disaster.

Galway’s last Lord Mayor Lynch invited the only son of his best Spanish business-friend, invited the young and handsome Juan to accompany him to Galway. In Galway Juan befriended Lynch’s only son Patrick, but Pat Lynch was engaged with the very lovely Agnes Joyce – daughter of the Joyces, at that time also an important tribe in the City. The three Youngsters had exciting love affairs, but young Patrick Lynch’s jealousy stopped the happiness: young Juan was found dead in Atlantics surf, murdered by Patrick. His father, not only Lord Mayor but also first judge in town had to sentence his own son to death. When the execution was supposed to take place in the middle of the old city (see the picture enclosed), inhabitants of Galway succeeded to stop the horrible act, the executioner didn’t do his job – but father Lynch himself executed. From this time words like lynching and lynch justice exist worldwide.
I wrote books about this very memorable case, produced documentaries for German Television. And because Galway will be Europe’s Cultural Capital in 2020 I wrote the script for an opulent cinema-film about the exciting Lynch story, which is up to this time an undetected European event and sensation.
The LYNCH-film will show early capitalism as European model event. In the beginning the City of Galway is an island of peace, happiness and friendship in hard contrast to all the many bloody long struggles, fights and wars between Ireland and England. But then in course of a love story lucky live collapses in a human tragedy, as political as private. The worldwide known philosopher and theologian Erich Fromm red the historic facts of my novel “Lynch” and called this great 16 thcenturystory “the tragedy of the good man”.

This cinema project should catch the interest of best European film producers. The exciting and unique Lynch story has big dimensions and needs cooperation in several meanings.

By the way: Real name of  Che Guevara is Ernesto Guevara Lynch – he liked to visit  Galway, to hear his Grandma Lynch!

Philosopher Erich Fromm 1978 about my historic novel LYNCH:

„I was delighted with your book, it was a pleasure to read it, from the beginning to the end. You succeeded in many respects, in a very difficult task, in your description of the end of Middle Ages at the moment of their change into the modern world, in the aliveness of the persons of whom you draw a picture and not only of the persons but also of their way of life which is so concrete and alive that one feels present at their festivities and conversations. But the most fascinating and perhaps the most significant part of your book is the theme which one could call the tragedy of justice, the tragedy of the good man.”

Curriculum vitae:

Jürgen Lodemann was born 1936 in Essen (“Ruhrgebiet”, Germanys biggest industrial area), 1962 promoted in Freiburg as “Dr. phil” (researching German operas), published nearly thirty books (telling real stories), worked 1965 to 1995 as a literary editor and film maker, produced for TV cultural documentary movies in USA, Egypt, Turkey or in Ireland, in Ireland a 90-minutes-film titled: “Columbus: Multa notabilia videmus in Galway” (Many remarkable things we saw in Galway.). The title uses a sentence hand written by Columbus, when he found in a very old book the name GALWAY: “Remarkable things we saw in Galway” – the film presents them!

Galway about 1600:












Statt dieser denkwürdig tollen Europa-Tragödie in der Atlantikstadt Galway war 1995 nur noch Baden-Baden mit einem letzten "Café Größenwahn".

Und ich zog ab, so weit wie möglich ostwärts. Stoppte erst am Balkan-Beginn. Das war's? Lud alte Klassenfreunde nach Essen, zur Ruhr -


Hans-Peter und Ewald, Schulfreunde, 2017, beim Klassentreffen in Essen-Werden überm Baldeney-See. Hinten aus'm Wald guckt Krupps Villa Hügel. Und in Werden, ähnlich uralt wie Essen, fand sich diese Darstellung des Gekreuzigten:



Nach der ersten Siegfried-Lesung aus dem Drachenbuch - mit Joossen und Fritzen und mit Onyx